Die Freude ist gross, noch ein Tag! Jetzt heisst es überstehen, damit ja nichts mehr passiert. 3 Regularities müssen wir noch hinter uns bringen, eins steil hinauf, eins auf Schotter steil hinab und eins auf Asphalt rauf und runter. Und siehe da, mit 5 Sekunden total sind wir die Tagesbesten!!!
Die Fahrt war im Uebrigen sehr schön, fruchtbare Felder, Olivenhaine und hübsche Dörfchen, alles in Weiss, zB Grazalema, eine Reise wert!
Danach gehts ins Hotel, wo gefeiert wird. Heute abend ein Galadiner mit Preisverteilung, den Erinnerungspreis haben wir schon erhalten!
Die Schweizer Finisher, von links, Martin, Stöff, Carlos, Urs, Ruedi, Claudia, Marco, Wenz, es fehlen Pierre und AliceAuch das Auto muss gefeiert werden, es hat uns sicher ans Ziel gebrachtCheers!!!
Viel zu erzählen gibt es heute nicht, zuerst 180 km Autobahn Richtung Tanger, dann einen kurzen Abstecher in die Hügel für drei Regularities, wobei die eine abgesagt wurde, weil dort eine Strasse gebaut wird.
Dann ab zum Hafen nach Tanger, wo wir 1.5 h darauf warten, das Auto auf die Fähre zu laden, was allerdings recht abenteuerlich ist. Man fährt auf der rechts in die Fähre hinein, ganz nach hinten, U-Turn um dann in Spanien auf der anderen Seite wieder auszufahren. Mit unserem Auto heisst das wie wild am Steuerrad drehen, zurück, nochmals ansetzen. Man weiss dann einen kleinen Wendekreis und Servolenkung zu schätzen!
In Tarifa angekommen geht es direkt per Autobahn nach Jerez, am Circuit (Rennpiste) vorbei zum Hotel, wo uns ein sehr feines Essen erwartet.
Morgen ist der letzte Tag und es freuen sich alle, 12 Tage fahren, ohne Pause, meist in der Wüste und mit vielen, vielen Kurven, ist doch recht anstrengend.
(Diese Foto gehört an den Schluss) Bye bye MarokkoWeiter gehts, am morgen fährt Stöff, am nachmittag ich
Um 0815 ging es los, eigentlich wie jeden Tag, fahren, drei Regularities fahren dazwischen und am Ende. Das Interessante an Marokko ist der Wechsel der Landschaften: karge, steinige Wüste, fruchtbare Flächen (Oasen?), flaches Land, plötzlich Berge mit steilen kurvigen Strassen. Es wird sicherlich nie langweilig, wenn auch das Kurvenfahren doch recht mühsam ist.
Eine Regularity versiebten wir, die anderen? noch keine Ahnung, eine fand nicht statt, weil die geplante Piste zu schlecht war.
Ein Higlight: das Mittagessen in einem Tankstellenrestaurant, das nicht nur gross war, sondern auch feines Essen anbot.
Ziel war in Rabat, der Hauptstadt und Sitz des Königs. Das merkt man sofort, alles grüner, kein Dreck, schöne Strassen, viele SUVs, eine andere Welt zu der, die wir bisher sahen.
Morgen ist der letzte Tag in Marokko, das heisst der letzte halbe Tag, um Mittag gehts auf die Fähre und dann nach Jerez, Land des Sherry.
Blick aus dem HotelzimmerOne at a timeTanken, ChaosLinks Moschee, rechts WCeeeRegularityDie Schweizer Crew, von links Stöff, Martin, Carlos, Alice, Wenz, Urs, Pierre, es fehlen Ruedi, Claudia und Marco
Damit man wenigstens in Marrakech ein wenig mehr Zeit hat, fuhren wir heute nur einen guten halben Tag. Zum Glück mehrheitlich flach nach den langen Kurvenetappen der vergangenen Tage.
Drei Regularities, in welchen wir nicht schlecht abschlossen, nur eine, das war schlicht unmöglich, Kies, steil, und das mit 50 km/h, keine Chance.
Anstatt eines Abendessens wurde ein wunderbares Marrokkanische Buffet zum Lunch serviert, danach ab ins Hotel und an den Pool. Nach ein wenig Erholung fuhren Stöff und ich in die Medina, wo wir in den Menschenmengen badeten. Wir genossen einen Tee und später ein Abendessen auf zwei der vielen Terrassen mit Blick auf das Gewusel unten. Die Bilder sagen dazu mehr!
Lunch in PalmeiraMarrakech, dieses und die folgenden Bilder
Wie erwähnt, da das Camp bei den blauen Felsen unter Wasser stand, nächtigten wir im Hotel und mussten deshalb am morgen früher starten, um zu unserer ersten Regularity zu kommen. Diese war wieder quasi im Sand/Dreck/Busch, so dass wir ärgerlicherweis eine Abzweigung verpassten und 😩
Der Regen hat zum Glück aufgehört, wenn wir auch auf einem der Pässe, die wir befuhren, dichten Nebel hatten. Aber auch dies hinderte uns nicht, überall zur Zeit bei den Kontrollpunkten zu sein.
Nicht zu vergessen, dass wir auch heute wieder ein paar hundert Kurven – ohne Servolenkung – hinter uns bringen mussten.
Gegen abend fuhren wir dann locker auf einer neuen Strasse und – voila – das Meer, der Atlantik, ein wunderbarer Anblick!j
Kurz darauf trafen wir in Essaouira ein, die windige Stadt am Meer, mit – so eine Einheimische – den freundlichsten Menschen in Marokko.
Auch Tanken muss seinEin lieber Kerl, macht seine Arbeit wirklich gut!StaudamamSoll ich, soll ich nicht (nicht wegen der Linie, sondern dem Magen)Sie freuten sichUnterwegsEssaouiraDank regelmässigem und starkem Wind ein Paradies für Drachen und Kite-SurferGood night!
Während 6 Monate hat es in Marokko nicht geregnet, aber heute, jawoll, leichter Regen praktisch den ganzen Tag und über den Pass starker Regen. Das Problem: Staub und Sand vermischen sich mit Wasser und es wird sehr rutschig, aber was solls, wir nehmen was kommt. Und es kamen gefühlte 1000 Kurven, das hörte nicht mehr auf, die long and winding road, wie es im Roadbook schön hiess. Die Gegend war teilweise spannend, grüne Täler, karge Höhen und Dörfer, bei denen man sich fragt, was die Leute wohl dort machen.
Bei den Regularities haben wir zugeschlagen, einmal plus 8s, plus 2s und minus 1s, sehr gut für uns! So haben wir uns wieder um eine Position verbessert.
Abends war Camp angesagt, aber dieses stand unter Wasser, so dass wir ins Hotel zogen, einfach, aber feines Essen und Unterhaltung (siehe Videos).
Leider leiden wir beide an Magenbeschwerden, aber noch schlimmer, wir beide hatten das Ladegerät der Handys im Hotel vergessen, das ist die Totalkatastrophe, aber zum Glück hat sie ein Engel der Organisation mitgebracht.
Wir sind im Land des Argan-Oels, muss besser und gesünder sein als Olivenöl, und auch für die Körperpflege geeignet. Frauenkooperativen gewinnen die Früchte und produzieren Seifen, Oele, Massageoele etc.
Die Nacht war angenehm, bis uns heulende Hunde, der Muezzin und das Kikerikii der Hähne geweckt haben.
Karges LandOasen in den TälernUeberholen im Bachbett, die Trucks machen immer sofort PlatzAbendstimmungAbendunterhaltungAbendunterhaltung weiblich
Mit repariertem Auto fahren wir – hoffend, dass die Reparatur gelungen ist – auf die Piste. Nach 12 Kilometeren geht es mit zwei Speed-Prüfungen los, die wir – vorsichtiger als gestern – meistern, wir handeln uns lediglich 2 Strafminuten ein. Bis zum Mittagessen – ja, ausnahmsweise haben wir genug Zeit für ein solches – fahren wir lange Kilometer durch die Wüste, nichts, nichts, nichts, ein paar Büsche, Steine, aber trotzdem faszinierend. Beim Mittagessen gibts endlich Kebab, darauf haben wir schon lange gewartet!
Am nachmittag die zweite Regularity, wir sehen schon, alle 2-300 Meter eine Richtungsänderung, Geschwindigkeit zwar langsam, aber…
Der erste Teil, 1 Sekunde neben der Idealzeit, danach, plötzlich, where the f… are we, keinen Hochschimmer wos weitergeht, aber in bester Gesellschaft, aus allen Himmelsrichtungen kommen Autos, die genauso wenig wissen, wie wir, wo es durch geht. Nun, zu guter letzt, fahren wir einem nach, der etwas mehr zu wissen scheint und erreichen das Ziel, viel zu spät 😝
Immerhin, nachdem wir gestern wegen der Panne einige Ränge verloren haben, sind wir wieder aufgestiegen.
Abends sind wir im Berbère Palace, wunderschönes Hotel, mit all den Filmplakaten der hiesig gedrehten Filme und ein feines Nachtessen, kein Buffet, sie stellen riesige Tajines auf den Tisch und man kann sich bedienen, der marokkanische Rotwein ist auch nicht schlecht 😬.
Rückblick, unser Zimmer im CampOase N,KobFans?Auch Bedouinen haben Freude an Autos (oder ein Berber)Wenz, Martin, RuediNach langer Fahrt…Messi und RonaldoReady to rumbleThe king of…And…, (Ouarzazate ist bekannt dafür, dass es als Kulisse für Filme dient, die in Nepal, Afrika… spielen
Endlich ausschlafen, frühstücken, tanken, schwimmen, Roadbook lesen, ein paar Früchte verspeisen und los gehts um 1317 Uhr. Ein kurze Anfahrt zum Lac Dayet, wo allerdings kein Lac ist und dann gehts los mit 4 Speed Sections. Es geht quer durch die Wüste, teils Strässchen, teils Pfad, teils Sand. Wir sind gut im Rennen, die ersten drei schaffen wir mehr oder weniger in der Zeit, die vierte geht los, der Konkurrent vor uns ist langsamer, wir überholen links, wow, ein Graben, das war hart…
1o Sekunden später stoppt Stöffe den Wagen, irgendetwas ist nicht gut. Wir schauen, oh Graus, ein Rad schaut nach links, das andere nach rechts. Wir müssen die Mechaniker rufen, abwarten. Eine Bedouinin mit Tochter fragt nach Essen, wir geben ihr ein paar Migros-Riegel und warten. Genau nach unserem Pannen-Ort ist eine kleine Sandbank, die uns beim Warten die Zeit verkürzt. Der Opel, der Healy, der Mercedes, die bleiben alle stecken und müssen von der Crew aus dem Sand gezogen werden.
Kurz darauf kommen unsere Mechaniker und können die Spurstange wieder richten. Es geht weiter, langsam. Im Camp – dazu nachher mehr – stellen wir fest, dass die Platte, wo die Stossdämpfer befestigt sind, gebrochen sind. Was nun? Ein Begleiter organisiert ein Mechanikerteam aus der nahen Garage, die alles ausbauen, um 2000 Uhr in die Garage fahren und uns um 2400 wecken – alles repariert. Es gibt noch ein kleines Palaver auf Arabisch über den Preis, der wird von unserem marokkanischen Helfer heruntergehandelt, trotzdem, alle sind zufrieden.
Zum Camp: Mitten im Sand, daher ist alles mit Teppichen ausgelegt, an die Hunderte. Wir wohnen in „Zelten“, das heisst, Kabäuschen aus Tüchern, mit zwei Betten, WC und Dusche. Traumhaft. Das Camp bietet kühles Bier, Cola, Wasser und einen schönen Blick auf die Sanddünen. Abends nach dem Essen ist dann noch Showtime einer Trommlertruppe.
Wir schlafen gut, müde wie wir sind.
Schaden begutachten, aufbockenWas wäre ohne Mechaniker (die wirklich gut sind)Eingang zum CampLinks und rechts gehen die Wohnstrassen zu den Zelten wegBlick in die DünenSitzplatz mit Feuerstelle im Camp
Während im „Unterland“ die Leute sehr freundlich waren und die Kinder uns zujubelten, war die freundliche Stimmung oben im Atlas nicht mehr so erfreulich. Jungs schmeissen Steine nach dem Auto und einige Leute – nicht alle – schauen uns mit finsterer Miene nach.
Die Wüste ist das Land der Berber, konservativer als in den Städten (Verhüllung), aber auch farbenfreudiger.
Marokko ist sehr vielfältig, selbst in der Wüste finden sich immer wieder grüne Flecken. Wer sich die Sahara als Sandwüste vorstellt, liegt falsch, der grösste Teil ist Steinwüste, Sanddünen finden sich eigentlich nur in der Nähe von Merzouga.
Die Strassen in Marokko sind grösstenteils ziemlich gut. Die Ausnahmen sind Strassen, die in der Mitte einen Asphalt-Bereich haben, der auf der Seite ausfranst und Platz für 1 1/2 Autos hat. So weichen halt beide mit den äusseren Rädern aufs Kies. Wenn man überholen will, kurz hupen, und die Fahrer weichen brav nach rechts aus.
Die Fahrt am letzten Tag von Jerez nach Malaga war phantastisch, eine wundervolle Gegend mit herzigen Dörfern, alles ganz in weiss.
Und noch eine traurige Notiz: good bye meine geliebten Schuhe, nach Peking to Paris und Sahara Challenge sowie 2 Bootsreisen und vielen Kilometern zu Fuss, haben sie ihr Leben in Malaga ausgehaucht.
Frühe Tagwache, um 0814 gehts los, alles paletti, bis wir an eine Kreuzung kommen, die überhaupt nicht mit dem Roadbook übereinstimmt, zum Glück sind noch 5 andere mit dabei, also, einfach los, Richtung Atlas und siehe da, wir finden wieder auf den Weg.
Am späten morgen versuchen wir vergebens vier Geschwindigkeits-Fahren über Kies innerhalb der Zeit zu beenden, was solls, die gewonnenen Plätze werden wir wieder verlieren. Dafür ist die Weiterfahrt sensationell, wieder durch enge Schluchten, spektakulär…
Höhepunkt ist die Durchfahrt durch ein Dorf, wo Markt ist, Schrittempo, so viele Leute, ein Gewusel, links und rechts Stände mit Kleidern, Früchten, Brot, Gewürz und – der Duft steigt uns in die Nase – Grillstationen – sicherlich an die 100 – wo Kebab auf dem offenen Feuer gebraten wird. Leider können wir das nicht geniessen, da wir weiter fahren müssen.
Am nachmittag dann noch eine Geschwindigkeitsprüfung, durch die Wüste, rüttel schüttel, na ja, ok, nicht gerade die schnellsten, aber wie gesagt, was solls.
Der Rest ist auf schnurgeraden Strassen durch die Wüste Richtung Hotel. Plötzlich, ein merkwürdiges Geräusch, ich schaue in den Rückspiegel und sehe, wie sich das Reserverat, welches auf dem Dach gelagert ist, sich selbständig macht. Full stop, Rad suchen, zum Glück ist es nicht weit weg, festzurren, und weiter gehts.
Das Hotel ist ein Traum, Pool (ja, da war ich schon), 1001 Nacht Zimmer, herrlich, und morgen gehts erst um 1300 weiter und „nur“ 140 km, aber querfeldein durch die Wüste, wir werden sehen.
Time Control, Speed ChallengePalaver, wo müssen wir nun hinfahren?MarktKaum ein DurchkommenKebab (man beachte sein TShirtGranatäpfelEin FanCanyonDie Häuser sind aus Lehm gebautDie Männer im Café, die Frauen am ArbeitenShit happens